Erste Eindrücke: KEMP LoadMaster Firmware 5.0
Da ist sie nun endlich, die neue Firmware-Familie 5.0 für die KEMP Load Balancer!
Nach fast einem Jahr Beta-Phase liefert KEMP nun alle neuen Geräte mit 5.0 aus, und stellt diese Version auch allen Kunden mit gültigem Wartungsvertrag zur Verfügung. (Unterstützt wird 5.0 im Übrigen nur auf aktueller Hardware. Für End-Of-Life-Geräte (etwa den LM-1500 oder den LM-3620) wird die 4.x-Linie weiterhin gepflegt.)
Werfen wir einen Blick auf die Neuerungen…
Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass Bedienung und Optik zwar eine leichte Überarbeitung erfahren haben, aber im Prinzip unverändert sind – ein Umdenken oder gar Neulernen ist an keiner Stelle nötig. Gut.
Hingegen sind an einigem Stellen einige neue Felder hinzugekommen – hinter denen sich natürlich neue Fähigkeiten verbergen. Die Top-5 sind für mich:
- Interface Trunking /Bonding, also die Möglichkeit, mehrere Interfaces zu “bündeln” (sofern der Switch die ebenfalls unterstützt, natürlich.) Im Ergebnis hat man nicht nur mehr Bandbreite für die einzelne Verbindung, sondern auch eine weitere Ebene der Ausfallsicherheit.
- Erweiterter VLAN-Support, wo nun alle Arten der Einrichtung möglich sind (Mehrere VLANs pro Interface, mehrere Interfaces pro VLAN.)
- “Drain Stopping” – wird ein Real Server ausser Betrieb genommen, so werden für einen definierten Zeitraum noch bestehende persistente Verbindungen abgearbeitet, um unnötiges Session-Failover zu vermeiden. Sehr schön, so gehört sich das!
- HTTP 1.1 Health Checks: Wo nötig, kann nun ein Hostname für den Healthcheck übergeben werden, d.h. es wird nicht mehr nur auf die IP zugegriffen. Dies zu erreichen, war bisher deutlich umständlicher.

- Einfügen beliebiger HTTP-Header: Zum Beispiel können nun Systeme wie Microsoft OWA oder BEA Weblogic mit dem jeweiligen proprietären Header versorgt werden, so dass SSL Terminierung (auch SSL Offloading oder SSL Beschleunigung genannt) für diese nun “out of the box” ermöglicht wird.
Weitere wichtige Neuerungen sind Support für die neuen, langen SSL Keys (2048 Bit), Individuelle Timeouts und Gateways per Virtual Service, sowie ein geändertes Verhalten im Bereich Transparenz: In Fällen, wo transparente Kommunikation nicht funktionieren kann (aufgrund der Funktionsweise von TCP/IP, konkret: Wenn Clients sich in einem lokalen IP-Netz befinden), schaltet der LoadMaster automatisch auf nicht-transparenten Betrieb um. Dies dürfte nicht nur eine Fehlerquelle für Einsteiger beseitigen, sondern erlaubt auch eine intelligente Funktionsweise, die “das beste aus beiden Welten” vereint.
Darüber hinaus gibt es diverse weitere Weiterentwicklungen nicht nur in der Oberfläche, sondern vor allem auch in der internen Funktionsweise: Auf dieser Basis sind weitere funktionale Erweiterungen in den nächsten Versionen zu erwarten.
Dokumentation und Release Notes zur LoadMaster Firmware 5.0 gibt es wie immer unter http://www.kemptechnologies.com/documentation/ .




November 18th, 2009 at 13:08
Hier noch der Link zur offiziellen Release-Information:
http://www.kemptechnologies.com/pr/11-10-09.shtml