LOAD BALANCER NEWS

Global Server Load Balancing mit KEMP’s neuem “GLM”

Da ist der nun, das jüngste Kind in der KEMP Produktfamilie: Der GEO LoadMaster (GLM). Und wenn er auch etwas aus der Art geschlagen ist (schließlich geht es hier nicht mehr um lokales Server Load Balancing wie mit der bekannten LoadMaster-Serie, sondern um die Zugriffssteuerung über mehrere geografische Standorte), so ist die Ähnlichkeit doch unverkennbar!

Vielleicht sollte ich tatsächlich zunächst etwas auf das Thema “Global Server Load Balancer” (GSLB) eingehen, am besten am Beispiel.

  • Ich möchte mich vor Ausfall eines Servers schützen? Dann stelle ich einen zweiten daneben, und verwende lokales Server Load Balancing (also einen der klassischen KEMP LoadMaster)
  • Ich möchte Last auf mehrere Server verteilen? Auch hierfür füge ich weitere Maschinen hinzu, und verwende lokales Server Load Balancing (ebenfalls KEMP LoadMaster Serie)
  • Ich möchte mich vor Ausfall eines ganzen Standorts (sprich Rechenzentrum oder dessen Anbindung) schützen? Hierfür brauche ich den GEO LoadMaster (GLM).
  • Ich möchte die Zugriffe meiner Nutzer intelligent auf mehrere Standorte verteilen (also auf mehrere Rechenzentren)? Auch dies löst der GLM.

Der GLM basiert, wie könnte es anders sein, auf Internet-Standardtechnik – im Wesentlichen auf intelligente DNS-Verfahren. In Verbindung mit der eingebauten Logik sowie enthaltenen (und ständig aktualisierten) Geo-Daten ermöglicht dies verschiedene Betriebsweisen:

Round Robin – Verteilt zufallsbasiert gleichmäßig auf die Rechenzentrums-Standorte
Weighted Round Robin – dito, aber mit prozentual unterschiedlichen Anteilen
Chained Failover (Fixed Weighting) – Setzt einen Standort als Standard, und aktiviert Backupstandort(e) bei Bedarf
Regional – Führt Zugriffe aus definierten Länder oder Ländergruppen zu zugeordneten Standorten
Real Server Load – Führt neue Zugriffe zum Rechenzentrums-Standort mit der niedrigsten Serverlast
Location Based – Führt Zugriffe zum geographisch nächstliegenden Standort


Die Betriebsart “Real Server Load” ist dabei im übrigen die technisch fortgeschrittenste – sie greift auf Daten der lokalen KEMP LoadMaster Server Load Balancer zu und ermöglicht so eine intelligente lastbasierte Zugriffsverteilung.
Für viele Anwendungfälle dürften dennoch auch die Geo-basierten Betriebsarten sowie der Failover-Betrieb (“Fixed Weighting”) hochinteressant sein.

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die Hochverfügbarkeit der Lösung. Daher bietet KEMP für den GLM nicht nur den bewährte automatischen lokalen HA-Cluster an, sondern zudem auch die Möglichkeit einer geografisch verteilten Dopplung im aktiv/aktiv-Betrieb – natürlich mit sicherem zentralem Management. Überhaupt wurde ein großes Augenmerk auf die Systemsicherheit gelegt, um Angriffe zuverlässig auszuschließen.

Gleichzeitig mit dem Launch des GLM hat KEMP diesen auch als VMware-Appliance mit dem Namen VgLM (“Virtual GEO LoadMaster”) herausgebracht. Dieser dürfte bei VMware-zentrierten Anwendern das Mittel der Wahl für die Produktion sein, aber auch allen anderen gute Dienste tun – nämlich als kostenlose, vollwertige Testmöglichkeit (kann unter http://www.kemptechnologies.com/contact/ angefordert werden.)

GEO LoadMaster auf der KEMP Website:
http://www.kemptechnologies.com/glm/
Pressemitteilung zum GLM

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