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Skype for Business Server 2015: 15 wichtige Überlegungen vor der Implementierung in Ihrer Umgebung

Skype for BusinessSkype for Business hat den Lync Server 2013 in Microsofts Messaging-Portfolio abgelöst. Es kombiniert die Funktionen der vorherigen Version von Skype mit dem Lync Server. Ziel ist, die Kommunikations- und Messaging-Plattform von Microsoft mit einer erstklassigen Komponente zu ergänzen. Skype for Business verbindet die bewährte native Skype-Nutzererfahrung mit den Funktionen des Lync Servers. Dazu gehören Sicherheit, Compliance, Collaboration, Rollen und Zuständigkeiten sowie Verwaltbarkeit. Die neue Plattform unterstützt hybride Umgebungen mit Office 365 und lässt sich sowohl on-premise als auch in der Cloud betreiben. Im folgenden Beitrag gehen wir auf die 15 Aspekte ein, die Sie vor der Implementierung des Skype for Business Server 2015 in Ihrer Organisation in Betracht ziehen sollten.

  1. Erwägen und evaluieren Sie sowohl die Installation vor Ort als auch in der Cloud. Prüfen Sie, welche Methode Ihre Anforderungen in Bezug auf geschäftliche, rechtliche sowie Messaging-, Compliance- und Nutzer-Belange am besten abdeckt. Eine weitere Option ist die hybride Implementierung, mit der Sie von den Vorteilen beider Methoden profitieren. Auch kann man zunächst mit einer on-premise-Installation starten und eventuell später in eine hybride oder vollständig Cloud-basierte Umgebung wechseln, sollten sich die Anforderungen verändern oder der Bedarf steigen.
  2. Skype for Business ist als Standard- und Enterprise-Version erhältlich. Beide bieten die gleichen Funktionen, wobei die Standardversion keine Hochverfügbarkeit gewährleistet und nur eine begrenzte Anzahl von Anwendern unterstützt. Klären Sie daher, ob Sie Hochverfügbarkeit benötigen, bevor Sie eine Lizenz beantragen.
  3. Planen Sie Hochverfügbarkeit ein, indem Sie mehrere Instanzen an Front-end-, Edge-, Director-, Mediation- und Video-Interoperability-Servern implementieren. Konfigurieren Sie diejenigen Dateiserver für hohe Verfügbarkeit, die Besprechungsinhalte und Adressbuchinformationen speichern. Hier sollten Sie verteilte Dateisysteme einsetzen.
  4. Planen Sie ein Notfallkonzept ein und konzipieren Sie die Lösung so, dass im Disaster-Recovery-Fall, sprich einem Ausfall des Hauptstandortes, automatisch ein anderes Rechenzentrum einspringt. Stellen Sie sicher, dass für die Client-Anbindung und Serverreplikation am Notfallstandort genügend Bandbreite vorhanden ist, so dass die Nutzererfahrung auch im Notfall angemessen bleibt.
  5. Sorgen Sie mit Hilfe von SQL-Mirroring oder SQL-Clustering für jeden von Skype for Business genutzten SQL-Server für hohe Verfügbarkeit.
  6. Nutzen Sie das Skype for Business 2015 Planungstool, um Ihre Umgebung zu planen und konzipieren – und so alle geschäftlichen und technischen Anforderungen abzudecken. Lassen Sie bei Ihrer Planung auch künftiges Wachstum nicht außer Betracht.
  7. Sorgen Sie bei Front-End-Pool-Servern für Lastausgleich, indem Sie Hardware-Load-Balancer oder DNS Round-Robin für die Client-Anbindung verwenden. Kommt die Hardware-Variante für die Front-End-Server zum Einsatz, dann sollten Sie diese auch für die Edge-Server nutzen. Das Gleiche gilt für DNS Round-Robin.
  8. Denken Sie auch über den Einsatz eines Reverse-Proxy nach, wenn es darum geht, HTTPS URLs für Meeting- und Einwahl-Dienste sowie Services für Office Web Apps, Erkennung etc. an Clients zu publizieren, die mit den Front-end-Servern verbunden sind. Nutzen Sie mehrere Front-end-Server, dann sollten Sie Hardware-basierte Load Balancer für den HTTPS Traffic verwenden. Diese können wie ein Reverse-Proxy fungieren. Ebenso könnte Microsoft Application Request Routing (ARR) als Reverse-Proxy eingesetzt werden.
  9. Kommt Skype for Business in einer virtuellen Umgebung zum Einsatz, dann sollte der virtuelle Server die Failover-Funktionalität der Virtualisierungsplattform nutzen können.
  10. Office Web Apps ist eine neue optionale Server-Implementierung, die Browser-basierte Versionen von Word, PowerPoint, Excel und OneNote von Web- und Skype-Clients bereitstellt. Gewährleisten Sie Redundanz für Office-Web-Apps-Server und nutzen Sie Hardware-Load-Balancer für den Lastausgleich der Client-Anfragen sowohl interner als auch externer User.
  11. Nutzen Sie verschiedene öffentliche IP-Adressen, um über Port 443 SIP-, Audio-, Video- und Webkonferenz-URLs an Edge-Server zu publizieren. Es kann auch eine einzelne IP-Adresse verwendet werden, jedoch steigt die Komplexität, wenn man den Port durch Firewalls hinweg konfiguriert.
  12. Verwenden Sie eine einzelne IP-Adresse, um über Reverse-Proxy publizierte HTTPS- Protokolle für Meetings, Einwahl, Erkennung und externe Webpräsenz zu publizieren. Doch nutzen Sie unterschiedliche öffentliche IP-Adressen, um den Office-Web-App-Server vom Internet aus zu publizieren.
  13. Identifizieren Sie die Standorte, an denen Enterprise-Voice benötigt wird, und planen Sie hierfür entsprechende Bandbreite im Netzwerk sowie redundante Leitungen ein. Sorgen Sie auch für eine sorgfältige Planung in Bezug auf die Konfiguration und das Management der Verbindungen zum öffentlichen Telefonnetz zwischen den Standorten und das Zusammenspiel mit dem Skype for Business Mediation Server.
  14. Sowohl auf den internen als auch den externen DNS-Servern sind verschiedene DNS-Eingaben für SRV-, A- und CName-Aufzeichnungen erforderlich. Hierfür bedarf es der entsprechenden Rechte, entweder gleich bei der Aufzeichnung oder bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt. Außerdem gilt es, verschiedene Firewall-Ports zu konfigurieren, um externe Clients mit den Edge-Servern zu verbinden. Auch müssen die Ports zwischen den Edge-Servern und dem internen Unternehmensnetzwerk offen sein. Hier ist das Netzwerk- und Security-Team gefragt.
  15. Microsoft unterstützt das Server-Upgrade für Skype for Business von Lync 2013 aus. Wenn Ihre aktuelle Lync-Umgebung gut funktioniert, reduziert dies den Konzeptionsaufwand und die Implementierungszeit. Verwenden Sie sowohl Lync 2010 als auch Lync 2013 Server, dann sollten Sie vollständig auf Lync 2013 umstellen, bevor Sie alle Server an Skype for Business anpassen.

Ziehen Sie in der Planungsphase einer Skype for Business-Implementierung sowohl die geschäftlichen als auch die technischen Anforderungen ins Kalkül. Sie sollten die aktuelle Infrastruktur verstehen, die Anforderungen evaluieren, die Lösung entwerfen, eine Testumgebung aufbauen sowie dokumentieren – und schließlich in den Live-Betrieb überführen. Wir hoffen, dieser Beitrag liefert Ihnen wertvolle Ansätze für die Planung, Konzeption und Implementierung von Skype for Business in Ihrem Unternehmen.

David Quaid

David Quaid is the Director of Inbound Marketing at KEMP Technologies. KEMP Technologies leads the industry in driving the price/performance value proposition for application delivery and load balancing to levels that our customers can afford.

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