Was bedeutet eigentlich… “Use for HA checks”? – AKTUALISIERT!
Ein Punkt, dem manchmal (zu) wenig Beachtung geschenkt wird , ist die Option “Use for HA checks”, sprich: Die Einstellungen zur Überwachung der LoadMaster-eigenen Interfaces, und deren Wirkung.
Dabei ist es eigentlich ganz einfach - Soll ein Interface für die Überwachung verwendet werden und selbst überwacht werden, so muss dieser Haken gesetzt sein:
Ist dies nicht der Fall, so wird bei Ausfall des Interfaces am aktiven LoadMaster dieser nicht die Kontrolle an seinen Partner übergeben, sondern unbeirrt weiterarbeiten.
Außerdem können die LoadMaster sich nicht mehr gegenseitig sehen, wenn kein “Use for HA check” Interface mehr verfügbar ist – Gefahr der Fehlfunktion (“Split Brain”).
Also, nochmals zusammengefasst:
- Besagten Haken für alle produktiven Interfaces setzen!
- Möglichst mehr als ein Interface für ”Use for HA check” auswählen!
(Klassische Ausnahme: Querverbindung zwischen zwei RZ, bei der ohnehin alles VLANs auf der gleichen Physik sind.)
Auf zwei Sonderfälle möchte ich hinweisen:
- Direktes Kabel zwischen den Load Balancern: Eine dedizierte Verbindung macht Sinn, wenn der “interne” Datenverkehr von den Nutzdaten isoliert werden soll. Und wenn die Geräte räumlich nah beieinander sind, geht dies sogar über ein simples Ethernet-Kabel. Allerdings darf ”Use for HA checks” nicht nur auf diesem Interface aktiviert sein – sonst werden, falls dieses Kabel gezogen wird, beide Load Balancer sich für “blind” bzw. defekt erklären.
- VLANs: VLAN-Interfaces, die auf Ethernet-Interfaces des LoadMasters liegen, müssen nicht gesondert überwacht werden. Es reicht, wenn beim darunter liegenden Ethernet-Interface der Haken gesetzt ist.
Dieses Thema habe ich übrigens auch aufgenommen in das “Kochbuch”: 10 Schritte zum Fein-Tuning des LoadMasters.


